Um von feindlichen Spähern nicht entdeckt zu werden, legen Soldaten sich und ihren Instrumenten einen Tarnanzug an. Sie imitieren die Landschaft und werden somit zu ihrem Teil. Ist der Tarnanzug nicht auch Symbol der Landschaft?
Die Idee
- "camouflage" - Der Gestaltungsansatz für die Außenanlagen auf der ehemaligen Aufmarschfläche und im jetzigen Behördenzentrum liegt im spielerischen Umgang von Transformation und ästhetischen Wahrnehmung einer Landschaft
Das Prinzip der Tarnung wird auf den Kopf gestellt. In Anlehnung an die vorherige Nutzung und die Formensprache militärischer Tarnung verwenden wir den Tarnanzug als Grundmuster für die Gestaltung eines neuen Gartens.
Ein fleckenartiges Muster aus Rasen, Pflanzen und Steinen erinnert an ein Kleidungsstück zur Tarnung in belebter Landschaft. Besonders jedoch ist, das dieses Kleidungsstück, diese nachem-pfundene Landschaft, liebreizend, einladend und farbenfroh ist. Ganz anders als die Assoziationen an militärisch beanspruchte Bereiche.
Der Rahmen
Die neue Gartenanlage stellt dem ansonsten strengen Raster der ehemaligen Kasernenanlage einen Kontrapunkt entgegen. Gradlinig verlaufende Hecken unterscheiden deutlich zwischen dem orthogonal geordneten Umfeld und dem freien, amorphen Formen im Inneren des Gartens. Auch sinnbildlich eine Loslösung von der Nutzung als Kaserne.
Aus den umliegenden Flächen werden die vorhanden Wegebeziehungen aufgenommen und über Zugänge in die Fläche geleitet. Die Zugänge sind kleine und große Rampen, die den geschlossene Rahmen aus kastenförmig geschnittenen Hecken durchstoßen. Vor dem Kataster- und Landwirtschaftsamt zeichnen die Hecken das Profil der aufgeschütteten Fläche und die Böschungen nach.. |